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So präsentieren sie ihr Reisebüro in sozialen Netzwerken

Soziale Netzwerke sind allgegenwärtiger Bestandteil unseres Alltags. Deutsche nutzen sie pro Tag rund 69 Minuten lang, meldet Statista. Mit über 25 Millionen aktiven Nutzern auf Facebook, ist vor allem „der blaue Riese“ für ihr Reisebüro essentiell. Spannende Möglichkeiten bieten aber auch WhatsApp (37 Millionen Nutzer) und Instagram (7 Millionen Nutzer). Das bestätigen nicht nur diese Nutzerzahlen, sondern auch Experten aus Marketing und Touristik.

Warum soziale Netzwerke für Reisebüros essentiell sind

Soziale Netzwerke „sind ein wichtiger Bestandteil im Marketingmix eines Reisebüros“, erklärt Dirk Fassbender, Director Sales and Marketing der TVG Touristik Vertriebsgesellschaft GmbH Sie bieten „eine kostengünstige Werbung, bei der sich durch den Schneeballeffekt von Likes und Shares eine einzigartige Interaktion mit den Kunden entwickelt.“ Damit seien sie essentiell für Kundenbindung und Kundengewinnung, heißt es weiter.

Ihr Schaufenster verliert an Bedeutung, wenn der Blick beim Gehen aufs Smartphone fällt. Dass muss erkennen, wer die wie ferngesteuert wirkenden Massen desinteressiert vor seinem Reisebüro wandeln sieht. Wichtig ist deshalb zu handeln, um zukünftig nicht nur im Schaufenster, sondern auch auf dem Smartphone stattzufinden.

„Soziale Netzwerke werden für die Kommunikation mit Freunden und Bekannten genutzt“, erklärt Michael Faber, Reisebüro-Inhaber und Social-Media-Experte von Tourismuszukunft. Wer dort aktiv ist, teilt auch „Urlaubsimpressionen“. Das lasse sich nutzen, „zum Netzwerken mit dem Kunden und zur Inspiration“. Die Frage ist nur, wie und wo?

In welchem Netzwerk ihr Reisebüro durchstarten sollte

Die Nutzerzahlen sozialer Netzwerke lassen sich öffentlich einsehen, erzählen aber nur die halbe Wahrheit. Entscheidend ist, wofür ein Netzwerk von Nutzern verwendet wird und welche Möglichkeiten es Unternehmen bietet. Ein gutes Beispiel hierfür ist WhatsApp. Der Messenger zählt allein in Deutschland 37 Millionen Nutzer, bietet Unternehmen aber nur eingeschränkte Möglichkeiten.

Michael Faber empfiehlt Reisebüros Facebook, Instagram und WhatsApp: Facebook aufgrund der Reichweite und seiner Möglichkeiten, Instagram wegen hoher Interaktionsraten und WhatsApp für den 1:1-Chat und Newsletter-Versand. Dirk Fassbender ergänzt noch Snapchat, das „aufgrund des Potentials für die B2C-Kommunikation in der Nutzerentwicklung beobachtet werden“ muss.

Dass nur selten gepflegte Profile auf all diesen Netzwerken nicht zum gewünschten Ergebnis führen, liegt nahe. Am Reisebüro selbst liegt es deshalb, sich langsam auszubreiten. Facebook ist ein guter Kanal für den Start, wenngleich WhatsApp in Deutschland mehr Nutzer hat. Es bietet Unternehmen viel Freiraum zur Präsentation und ein ausgeklügeltes Werbesystem. Als zweites Standbein eignet sich Instagram, der der Fokus auf Bilder leicht Emotionen und Fernweh weckt.

Social Media in Reisebüros: „Wenn sie starten, dann bitte in aller Konsequenz“

„Wenn ein Reisebüro den Schritt in die sozialen Netzwerke geht, dann bitte in aller Konsequenz“, so Fassbender. Nötig sei ein Paradigmenwechsel. „Während auf Webseiten oder in Suchmaschinen die Kunden ihre Informationen suchen, ‚findet‘ in den sozialen Netzwerken die Informationen seine Kunden.“ Dafür brauche es klare Strukturen und eigene Budgets, erklärt er.

Sehr konkret wird auch Faber. „Setzen sie sich und ihre Mitarbeiter mit regelmäßigen Foto- und Videobeiträgen in Szene“, so der Reisebüro-Inhaber. „Kommunizieren sie aktiv mit der Community und nutzen sie professionelle Fotos“. Ein gutes Auftreten in den sozialen Netzwerken bietet Potenzial, aber wichtig ist umzudenken: Wer Reiseangebote sucht, schaut ins Schaufenster, nicht aufs Smartphone. Inspiration fällt deshalb leichter als Verkauf.

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