ehrich und kollegen
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Warum jeder Inhaber den Wert seines Reisebüros kennen sollte

Der Verkauf des eigenen Unternehmens ist ein schwieriger Schritt. Wer ein Großteil seines Lebens im eigenen Unternehmen arbeitet, hängt daran und gibt es ungern ab. Er wünscht sich einen tollen Nachfolger und eine gute Bezahlung, doch viel zu oft folgt das „böse Erwachen“.

Viele Inhaber überschätzen den Wert ihres Unternehmens

Vor einer Unternehmensbewertung fragen wir Unternehmer immer nach ihrer Einschätzung des Unternehmenswerts. In der Regel stimmt sie nicht mit der Realität überein. Inhaber erwarten immer einen höheren Verkaufswert. Überrascht sie die Realität erst kurz vor der geplanten Rente, ist es häufig schon zu spät.

Wir empfehlen unseren Kunden und Partnern deshalb eine frühzeitige Unternehmensbewertung. Sie ermittelt nicht nur den Status quo, sondern offenbart auch Potenziale. Bleibt genug Zeit zur Verbesserung, können Unternehmer mit diesem Hintergrundwissen die Lücke zwischen ihrer Einschätzung und dem tatsächlichen Unternehmenswert schließen.

Wie sich der Unternehmenswert eines Reisebüros zusammensetzt

Bei der Bewertung eines Unternehmens betrachten wir den aktuellen Stand. Hierfür analysieren wir die betriebswirtschaftlichen Zahlen der letzten drei Jahre, insbesondere den EBITA. Außerdem nutzen wir eine Faktorenanalyse und bewerten das Unternehmen in vier Bereichen:

  1. Marketing
  2. Technik & Ausstattung
  3. Finanzen & Controlling
  4. Unternehmenspezifika

In diesen vier Bereichen schauen wir abseits der Zahlen auch auf die fachlich-inhaltliche Themen. Dabei beantworten wir Fragen wie: Mit welchen Anbietern arbeitet das Unternehmen zu welchen Kosten zusammen? Wie laufen Buchungen vom Front- ins Backoffice? Wie hoch sind die durchschnittliche Provision und die Service-Entgelte? Hat das Reisebüro eine Spezialisierung? Und wie ist es im Internet, auf Mobilgeräten und in sozialen Netzwerken aufgestellt?

Über die vier Bereiche hinweg, wird das Reisebüre in insgesamt zwanzig Themen bewertet. Pro Thema erhält es eine Bewertung von ein bis zehn Punkten. Die Gesamtsumme aller Punkte fließt in die Unternehmensbewertung ein. Eine bessere Bewertung für zu einem höheren Unternehmenswert. Im Umkehrschluss ergeben sich aus der Bewertung automatisch Möglichkeiten, diesen zu entwickeln.

Vom IST-Zustand zur Wertentwicklung

Die Unternehmensbewertung erfolgt auf Basis unserer praktischen Erfahrung, wenn es um weiche Faktoren wie die Bewertung der verwendeten Systeme geht und auf regionalen sowie überregionalen Benchmarks, wenn wir harte Kennzahlen wie die durchschnittliche Provision betrachten. Benchmarks beziehen wir von unserem strategischen Partner, der TAA.

Aus der Unternehmensbewertung lassen sich Maßnahmen zur Unternehmenswertentwicklung ableiten. Wenn gewünscht, erstellen wir auch eine SWOT-Analyse mit individuellen Handlungsempfehlungen, gerne auch in enger Abstimmung mit der jeweiligen Vertriebsorganisation. Die ermittelten Maßnahmen warden nach Dringlichkeit sortiert und mit dem Inhaber besprochen. Seine Leidenschaft spielt eine große Rolle, denn er muss sie umsetzen. Das Ergebnis ist demnach eine gemeinsam vereinbarte Prioritätenliste.

Der Prozess der Wertentwicklung dauert mindestens drei Jahre

Wie schnell die davon abgeleiteten Maßnahmen positiv auf den Unternehmenswert wirken, ist unterschiedlich. Weil sich diese Effekte aber immer anhand eindeutiger Kennzahlen messen lassen, werden sie oft schnell sichtbar. Ihre Entwicklung prüfen wir erstmals nach nur 12 Monaten. Um den Einfluss externer Faktoren auszuschließen, empfehlen wir eine erneute Bewertung nach rund drei Jahren.

Steigt der Wert des Unternehmens, muss dieser in der Regel weitere zwei Jahre gehalten werden, um deutlichen Einfluss auf den Verkaufspreis zu nehmen. Je früher die Wertentwicklung startet, desto größer ihr Effekt. Inhaber sollten eine erste Bewertung aber spätestens fünf Jahre vor dem geplanten Verkauf vornehmen. Was sie dadurch in jedem Fall vermeiden ist das böse Erwachen, wenn es längst zu spät ist.